Was ist passiert? Jemand krank, oder gar der Fuß? Musste ein Arzt kommen? Ihr könnt euch beruhigen, es ist nichts von alledem. Insider wissen ohnehin längst, was gemeint ist.
Cape Doctor ist ein Wetterphänomen hier in der Gegend von Kapstadt. Gemeint ist ein sehr starker, trockener Südostwind, der zwischen November und März auftritt und dann hier alles richtig durcheinander wirbelt. Windböen bis 90 km/h sind dabei keine Seltenheit. Doctor wird er genannt, weil die Menschen hier glaubten, dass er schlechte Luft und Krankheiten einfach wegbläst. Außerdem ist er verantwortlich für das berühmte Tischtuch, das sich über den Tafelberg legt, wenn er die Feuchtigkeit vom Ozean gegen den Berg drückt, die sich dort dann zu einer dünnen Wolkenschicht verdichtet.
Uns hat er heute jedenfalls auf offenen Flächen immer wieder ordentlich erwischt, aber nicht umgehauen.
Umgehauen hat uns eher unsere nächste Lunch-Erfahrung und zwar so sehr, dass wir gleich 2 Tage hintereinander dort waren. Aber der Reihe nach.
Am Wochenende sind die Südafrikaner viel unterwegs und suchen Abwechslung und Unterhaltung bei zahlreichen Veranstaltungen, die hier in den Winelands meistens in den Weingütern stattfinden, wo es sich dann natürlich meist um den Wein dreht. Viele Weingüter haben aber auch tolle Mountainbike- und Hiking Trails angelegt. Dort kann man dann das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Für uns also ein ideales Umfeld. Gefunden haben wir das im Weingut Muratie, eines der ältesten Weingüter Südafrikas.



Leider konnten wir das Restaurant nicht besuchen, da an diesem Wochenende ein Weinfestival stattgefunden hat, das natürlich ausverkauft war.
Dafür konnten wir um so intensiver die Trails des angeschlossenen Trailcenters Dirtopia nutzen. Das geschah natürlich immer noch mit der nötigen Vorsicht und Vernunft, was Utas Fuß sicher dankbar zur Kenntnis nahm. Hier ein paar Impressionen.









Zum Lunch fuhren wir gezwungenermaßen zu dem benachbarten Weingut Delheim, ebenfalls ein sehr altes Weingut in den Simonsbergen. Natürlich hatte Uta vorher schon recherchiert, dass wir auf eine besondere Küche hoffen konnten, die von den üblichen Angeboten etwas abweicht. Wir wurden nicht enttäuscht. Dazu kommt der wunderbare Garten mit der tollen Aussicht bis Kapstadt und zum Tafelberg.





Zu den beiden Lunches haben wir folgendes vertilgt: Ostrich Bobotie, Delheim Vegan Bowl, Pinotage Icecream, Gazpacho, Cape Malaysia Chicken Curry und Snoek Fish Cakes (in der Reihenfolge der Bilder).






Dieses Restaurant bekommt von uns die uneingeschränkte Empfehlung „Geheimtipp“. Man sollte allerdings vorher online reservieren und am Wochenende auch etwas Zeit mitbringen.

Wenn ich jetzt schreibe, dass die ganzen leckeren Essensbilder schon ein wenig gemein sind …. 😃😎.
Sieht sehr lecker aus und die Ausblicke und der Garten sind ein Traum😍. Ich hätte was in Weiß-Grau im Angebot….
Oh, wie ihr leidet 😆
Ach, einfach traumhaft ALLES,
viel Spaß und winterliche aus Kamenz