Aufgrund der zahlreichen neidisch bis sarkastischen Kommentare zum gestrigen Bericht lasse ich dieses Kapitel heute lieber aus…
Dafür gibt es ein bisschen Heimat- und Vogelkunde, den 2. Teil der „All-You-Can-Eat Lunch Challenge“ sowie erste Bilder, die Uta zurück auf dem Rad zeigen.
Ich glaube, ich hatte schon einmal anlässlich einer früheren Reise in die Winelands geschrieben, dass es hier recht ähnlich wie in Südtirol ist, nur 1000 bis 1500 Meter niedriger. Die Berge ähneln den Dolomiten, sind nur nicht so hoch und Weinanbaugebiete gibt es mindestens genauso viele wie im nördlichen Italien, ganz zu schweigen von den Weingütern mit angeschlossenem Restaurant- und / Hotelbetrieb.
Das Devon Valley, wo wir die erste Woche dieser Reise verbringen, liegt zwischen den Bottelary Hills und dem Stellenbosch Valley. Da es am Talende keinen Straßenübergang gibt, ist es ein recht ruhiges Tal. Nur ein paar Pfade führen durch Privatgelände über die Berge in die benachbarten Gegenden.




Dabei liegt es doch nur 30 Minuten von Kapstadt und zehn Minuten vom Zentrum von Stellenbosch entfernt. Devon Valley grenzt an das Bottelary Hills Conservancy, das zum Cape Winelands Biosphere Reserve gehört – und das ist ein wahres Paradies für Mountainbike-Fans.
Und damit sind wir auch schon beim nächsten Thema. Die Trails in den Bottelary Hills gehören zum Feinsten, was das Western Cape zu bieten hat. Wir haben sie bereits bei unserer letzten Reise kennengelernt und waren begeistert.
Heute unternahmen wir einen ersten Test, ob Utas Fersenbein den Belastungen schon standhält, natürlich ganz vorsichtig und noch nicht auf den Trails, sondern auf Farmwegen und Straßen. Das Testergebnis ist durchaus zufriedenstellend.



Den anschließenden Lunch hatten wir uns wohl verdient, wobei uns der Weg erneut in bekannte Gefilde führte, nämlich das Ya-Ya Café in Stellenbosch. Hier waren wir im Herbst 2024 schon mal und waren schon damals begeistert. Das Café hat wahrscheinlich die größte und beste Frühstücksauswahl der Stadt und eine eigene Bäckerei. Das Frühstück gibt es wie so oft den ganzen Tag, was uns sehr gelegen kommt. Auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht. Utas „Raw cacao quinoa bowl“ und mein „Ya-Ya’s club sandwich“ waren der Hammer!






Zum Schluss gibt es noch eine weitere Folge aus der beliebten Serie „Steffens kleine Tierkunde“. Jeden Morgen werden wir von den monotonen Rufen eines Vogels geweckt, der in Afrika einige Berühmtheit besitzt und das nicht, weil er besonders hübsch oder gar bunt wäre – er ist nämlich eher grau und hat einen langen, dünnen Schnabel – sondern weil man in seine Rufen recht einfach mehr oder weniger lustige Sprüche hinein interpretieren kann. Ich spreche vom Hagedasch, auch Hadada Ibis genannt. Sein lauter, charakteristischer Ruf „haa-da-da“, ist oft in der Dämmerung zu hören. Aus dem „haa-da-da“ machten unsere Guides in Botswana damals zum Beispiel „Drink-La-ger“ oder „Work-har-der“, um nur die jugendfreien Varianten zu erwähnen. Ein Foto der witzigen, aber auch nervigen Tiere reiche ich bei Gelegenheit nach.
