Keine Angst, ich halte mich an mein Versprechen und mache euch nicht weiter neidisch auf das Wetter. Aber auf eine Spezialität hier möchte ich schon hinweisen. Manchmal denkt man ja in Deutschland, wie falsch mal wieder der Wetterbericht war. Aber glaubt mir, dass ist gar nichts im Vergleich zu dem, was man da hier so erlebt. Das mag an der geografischen Lage an 2 Ozeanen und den diversen daraus resultierenden Wasser- und Luftströmungen liegen, aber was wir hier die letzten 3 Tage erlebten, war schon krass: Gewitter und monsunartige Regenfälle am Montag, extreme Hitze am Dienstag und heute dichter Nebel. So weit so gut. Aber nichts von davon hat sich vorher im Wetterbericht gefunden. Uns stört das nicht weiter. Wir sind immer auf alles vorbereitet.
Noch zwei Impressionen des verregneten Montags. Uta hat sich am Abend noch schön im holzbeheizten „Hot Tube“ aufgewärmt.


Wir haben uns weiter unseren Hauptbeschäftigungen gewidment: ein bisschen Mountainbiken auf den unzähligen phantastischen Trails und Erkunden der kulinarischen Highlights der Umgebung, wobei wir besonderen Wert auf authentische Lokationen und Gerichte legen.
Ein besonderes Highlight war unser Ausflug in die Bottelary Hills. Dort gibt es zahlreiche Weingüter mit vielversprechenden Restaurants und anspruchsvollen Mountainbike Trails. Natürlich haben wir uns vorher ein wenig mit der Flora und Fauna der Gegend beschäftigt und dabei interessante Dinge gelernt, die wir dann während der Mountainbikefahrt versucht haben wiederzuerkennen. Dass man das Buschland hier im südwestlichen Teil Südafrikas Fynbos nennt, habt ihr vielleicht schon mal gehört. Es wird bestimmt durch immergrüne Hartlaubgewächse. Die bekanntesten davon sind die verschiedenen Proteas. Auch wenn das Buschland in den Bottelary Hills für uns Amateure recht ähnlich aussieht, ist es doch etwas ganz Anderes und wird als Renosterveld bezeichnet. Der Boden ist viel nährstoffreicher, was zu einer sehr vielfältigen und bunten Blumen- und Pflanzenlandschaft führt – aber leider nur von August bis November. Daher muss ich die Beweisfotos schuldig bleiben. Aber auch so ist die Landschaft recht eindrucksvoll.






Die wohl verdiente Stärkung gab es im Restaurant des Weingutes Zevenwacht. Nicht nur das historische Gebäude aus dem Jahr 1800 ist eine echte Augenweide, sondern auch das Essen. Ich habe mich weiter durch die typisch südafrikanische Küche gefuttert und einen extrem leckeren „slow cooked oxtail“ verputzt. Zum Nachtisch gab es dann auch noch Cheese Cake. Damit hatten wir die mühsam verbrannten Kalorien schnell wieder reingeholt.





Heute hat uns der Nebel nicht von unserem Plan abgehalten, ein wenig die Trails der letzten Etappe des diesjährigen Cape Epic – des größten und schwersten Mountainbikerennens der Welt – zu testen. Das hat unheimlich viel Spaß gemacht, kein Wunder wenn der schönste aller Trails „G-Spot“ heißt.






Den Lunch haben wir diesmal nicht in einer schicken Farm eingenommen, sondern in einem eher einfachen Café an der Hauptstraße zwischen Stellenbosch und Somerset West – dem Bluebird Café. Aber auch das war natürlich vorher wohl recherchiert und entsprechend erfolgreich. Diesmal gab es klassische Fish & Chips und als Dessert Apple Crumble, runter gespült mit einem Glas Chenin Blanc von der Kleinen Zalze. Alles sehr lecker!




Morgen reisen wir weiter zu unserer 2. Station nach Grabouw. Leider ist der Franschhoek Pass aufgrund der zurückliegenden heftigen Waldbrände gesperrt, so dass wir über den Sir Lowry’s Pass Richtung Osten fahren. Für den Weg haben wir uns natürlich ein kleines Programm überlegt. Das Ziel liegt dann in eine der bekanntesten Wein- und Mountbikegegenden des Landes. Aber davon beim nächsten Mal mehr.
