Nein, ich habe da nicht das „e“ vergessen, sondern nur den offiziellen Namen dieser Landschaft benutzt, der aus dem Afrikaans stammt. Diese Halbwüste haben wir heute fast in ihrer ganzen Breite von Osten nach Westen, von Oudtshoorn nach Montagu (ca. 250 km) auf der berühmten Route 62 durchfahren. Im Süden wird wird sie von den Langeberg- und Outeniqua-Bergen begrenzt, die wir gestern vom Indischen Ozean kommend überquert haben. Im Norden liegen die Swartberge, deren höchster Gipfel immerhin über 2300 Meter hoch ist. Dahinter schließt sich dann die Karoo an.
Aber bevor ich zu der Fahrt komme, muss ich kurz auf unser Quartier in Oudtshoorn, den Welgeluk Feather Palace eingehen, weil es uns so sehr dort gefallen hat. Das 1910 erbaute Sandsteinhaus wurde erst kürzlich neu renoviert und beeindruckt in neuem – altem Glanz. Die Gastgeber waren ausgesprochen freundlich und das Frühstück war großartig.





Die Klein Karoo und insbesondere die Gegend um Oudtshoorn sind bekannt für die Straußenzucht und die viel Straußenfarmen. Auch zum Welgeluk gehören ein paar der großen Vögel, die gerade Junge groß ziehen.
Wie oben schon beschrieben, beeindrucken bei der Fahrt auf der sehr gut ausgebauten und verkehrsarmen R 62 die Bergketten im Norden und Süden. Auch wenn es heute ein eher trüber Tag war sind die Farben sehr vielfältig.




Unseren ersten Kaffeestopp legten wir in Ladismith ein, einer der wenigen kleinen Orte an der Route. In einem unscheinbaren, kleinen Kaffee wurden wir sehr nett bedient und mit einem 2. Frühstück versorgt.


Der nächste Stopp war nur ein Fotostopp bei Ronnies Sex Shop, mitten im Nirgendwo an der R 62. Hier waren wir vor einigen Jahren schon einmal, um die berühmte Sammlung von hunderten von der Decke baumelnden BH’s zu betrachten. Das sind eher noch mehr geworden und die Bar ist inzwischen komplett zur Touristenfalle mutiert.


Zum Lunch hielten wir in einem weiteren kleinen Ort namens Barrydale. Hier hat Uta mal wieder eines ihrer Meisterwerke bei der Auswahl des Restaurants vollbracht und uns abseits der Touristenpfade in das malerische Blue Cow Café geführt. Das ist ein kleines, auf dem Farmgelände gelegenes Café mit ganz ausgezeichnetem Essen, wobei der Chicken Cheesecake eine Berühmtheit ist. Ich würde es mal so beschreiben: Eine Art Hünerfrikasee auf Kuchenteig mit einer dicken Schicht Champignons in einer reichhaltigen Creme obendrauf – sehr lecker und „nahrhaft“.





Da es zum Nachtisch auch noch Applepie gab, kamen wir ohne weiteren Stopp zu unseren letzten Station dieser Reise, nach Montagu. Was wir dort noch getrieben haben, erfahrt ihr morgen im letzten Beitrag.

Das war wieder ein sehr interessanter Bericht eurer Reise, auch wenn der Tag trüb war, so sind die Bilder wieder wunderbar. Habt noch einen schönen Tag und eine gute Rückreise!