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Erst am Strand, dann im Pool

Na ja, ganz so entspannt wie es die reißerische Überschrift verspricht war der Tag dann doch nicht. Aber beginnen wir wie immer mit dem Morgenkino am Himmel, das ich diesmal eine Stunde früher beobachten durfte, da der Start der letzten Etappe bereits um 7 Uhr erfolgte. Da war das Frühstück um 5:30 Uhr, das vorallem der Kohlenhydratzufuhrt diente, schon eine echte Herausforderung.

Die gute Grundlage war wichtig, denn es ging heute gleich nach dem Start mit vollem Tempo erst auf Asphalt und dann auf einer Schotterstraße zur Sache. In einer großen Gruppe mit über 30 km/h über staubtrockenen Schotter zu heizen, ist schon ein besonderes Erlebnis, weil man durch den aufgewirbelten Staub nur noch maximal das Hinterrad des Vordermanns sieht. Das bringt mich gleich noch zur Klärung der Hintergründe des gestrigen Bein-Fotos. Was man dort gesehen hat war eine dicke Schicht aus Staub, die sich auf der von Sonnencreme und Schweiß klebrigen Haut abgesetzt hatte – also kein Schlamm oder gar Sturz. So sahen wir die Tage eigentlich immer am ganzen Körper aus. Heute darf ich neben den Bildern von der Strecke ein weiteres Beweisfoto veröffentlichen.

Die Streckenführung entlang der Küste brachte immer wieder tolle Ausblicke. Ich blieb sogar ab und zu stehen, um die Bilder schießen zu können, denn während der Fahrt auf dem sehr holprigen Untergrund war das kaum möglich. Allerdings musste ich dann immer wieder Uta hinterher hetzen, die natürlich nicht gewartet hatte.

Lange mussten wir auf den Anblick der Bloukrans Bridge warten. Aber endlich erschien in der Ferne das imposante Bauwerk. Die Ausblicke bei der Überfahrung waren gigantisch.

Die Fahrt endete einige Kilometer später in Nature’s Valley am Meer.

Die ganze Tour war ein besonderes und so nicht erwartetes Erlebnis, das einmal mehr dazu diente, unsere Grenzen auszutesten und manchmal auch darüber hinaus zu gehen. Daraus können wir jede Menge an Selbstvertrauen und Erfahrungen mitnehmen.

Aber erstmal befreiten wir uns von der dicken Staubschicht, verluden Räder und Gepäck im Auto und machten uns auf den Weg, natürlich nicht ohne noch einen Blick auf den Strand und den Ozean geworfen zu haben.

Da wir noch eine recht lange Autofahrt vor uns hatten, hielten wir uns nicht lange auf und machten uns über George auf den Weg nach Oudtshoorn. Nach George führt die Straße über die Outeniqua-Berge und dann durch die Kleine Karoo, eine sehr karge Landschaft, die von malerischen Gebirgszügen umgeben ist.

Inzwischen verdunkelte sich der Horizont zunehmend und die angekündigte Gewitterfront kam schnell näher. Zum Glück kamen wir noch vorher in unserem nächsten Quartier in Oudtshoorn an. Oudtshoorn ist vorallem durch seine vielen Straußenfarmen, aber auch durch die in dieser Gegend recht häufigen Erdmännchen bekannt. Vor einigen Jahren hatten wir hier sogar schon einmal an einer Erdmännchen-Safari teilgenommen. Da man dafür morgens um 4 Uhr aufstehen müssten, sparen wir uns das diesmal.

Den ereignisreichen Tag ließen wir mit einem wohl verdienten Bad im Pool ausklingen. Morgen geht es weiter nach Montagu.

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