Wie angekündigt haben wir gestern unser 1. Quartier verlassen und uns auf den Weg gen Osten gemacht. Nun führte uns aber die Route „ganz zufällig“ an dem Weingut vorbei, dessen hervorragenden Pinotage ich schon seit Jahren schätze und zu Hause zum Glück auch online bestellen kann. Es ging also kein Weg daran vorbei, am Wine Estate „Kanonkop“ – so der Name – einen Stopp einzulegen und die leckeren Tropfen zu verkosten. Wobei Tropfen eine unzulässige Untertreibung ist, denn der nette Mitarbeiter füllte die Gläser stets bis zu einem mehr als ordentlichen Füllstand auf. 7 verschiedene Weine aufsteigender Qualitäts- und Preisklasse galt es zu probieren. Ich gab trotz der frühen Stunde mein Bestes. Ein wahrlich berauschendes Erlebnis!




Die Verkostung ist absolut zu empfehlen. Aber Achtung, dort gibt es nichts zu essen!
Das wussten wir vorher und steuerten die vorher sorgfältig ausgewählte Lunchstation im Lancerac Wine Estate an, eine tolle Lokation mit kreativen Gerichten in einer schönen Umgbung.





Es gab eine Bowl mit Mousse au Chocolat, Chia Pudding und Granola für Uta und ein Pastrami Sandwich für mich.
Gut gestärkt und dem Alkohol erfolgreich die Stirn geboten, ging es zu unserem Ziel nach Grabouw, einer Kleinstadt am Rande des Elgin Valleys. Nachdem wir über den Sir Lowry’s Pass die Hottentots Holland Mountains überquert hatten, fiel die Temperatur rasant auf unter 20 Grad und es bewölkte sich zunehmend. Insofern gibt es auch noch keine Bilder von unserem derzeitigen Quartier, denn das will ich natürlich im besten Licht darstellen.
Das Elgin Valley gehört auch noch zur Wineland Region, hat aber schon ein etwas anderes Klima. Es ist meist etwas kühler und feuchter hier als in der Gegend um Stellenbosch. Daher gibt es nicht nur Weinanbaugebiete, sondern auch große Obstplantagen. Außerdem ist es ein weiteres Zentrum des Mountainbikesports. Regelmäßig ist das Cape Epic zu Gast und das Event Wine2Whales, das ebenfalls zu Cape Epic Serie gehört und das wir in 2016, 2017 und 2024 bestritten haben, ist hier zu Hause. Das waren genug Gründe für uns, auch bei dieser Reise im Elgin Valley Station zu machen.
Heute Morgen war es nicht nur „kalt“, sondern es regnete auch, so dass wir kurzfristig entschieden, die geplante Mountainbiketour abzusagen und stattdessen eine weitere Weinverkostung ins Programm aufzunehmen.
Auf dem Weg zu dem Weingut machten wir zunächst Station im Peregrine Farm Stall, ein Café / Bäckerei / Deli mit einem sehr umfangreichen Angebot an süßen und herzhaften Backwaren und anderen Leckereien. Wir genehmigten uns einen Kaffee und einen kleinen Apple Crumble zur Stärkung und deckten uns mit einer Quiche sowie der unvermeidlichen Melk Tart für schlechte Zeiten ein.

Weiter ging es zum Wine Esate Iona, dem höchst gelegenen Weingut in Elgin und nach eigenen Angaben mit den niedrigsten Temperaturen während der Wachstumsphase des Weines in ganz Südafrika. Das führt zu deutlich leichteren Weinen mit weniger Zuckergehalt, wie wir später noch erfahren sollten. Aber vorher mussten wir noch 5 Kilometer Dirt Road überwinden, um ans Ziel zu kommen. Hier wird es Zeit einmal unseren Mietwagen zu erwähnen. Da der gebuchte „normale“ SUV nicht verfügbar war, hat man uns einen Toyota Hilux gegeben, ein Riesenteil, natürlich mit Allrad, hohem Radstand und allerlei anderen Offroad tauglichen Funktionen. Damit war der Weg natürlich kein Problem.










Vom Berggipfel hätte sich bei schönem Wetter ein toller Ausblick geboten und man hätte auf der einen Seite das Elgin Valley und auf der anderen Seite den Ozean sehen können. Das war leider nichts so ganz der Fall. Dafür haben wir aber den „Trink-La-Ger“ Ibis erspäht, dessen Foto ich euch noch schuldig war. Die Ausführungen zum Wein und dem speziellen Anbaugebiet waren sehr interessant und der Wein „mal was Anderes“, was an der Stelle aber positiv gemeint ist.
Unsere letzte Station des Tages führte uns zum Lunch in die Obstgärten der Cheverells Farm. Hier werden Äpfel und auch Birnen angebaut. Außerdem gibt es ein ganz hervorragendes Restaurant.














Erneut hatten wir einen sehr entspannten und leckeren Lunch, eingeleitet von dem Spezialcocktail Pear Spritz. Diesmal hatte auch ich Salat gewählt – aber wenigstens mit Rinderfilestreifen. Uta hatten einen Forellen und Artischocken Salat. Der Nachtisch darf hier eigentlich nie fehlen und so gönnten wir uns noch einen Apple-Blackberry-Pistazien Crumble mit Vanilleeis.
Ich glaube, die nächsten Tage müssen wir dann erst einmal wieder aufs Rad steigen, um die aufgenommenen Kalorien doch noch in Muskelkraft umzusetzen.

Hi ihr Zwei, diese Art Urlaub zu machen kommt uns auch sehr entgegen, zumal es hier wieder geschneit hat. Wir sind in Ostfriesland. Liebe Grüße von Uwe & Christine